Lesetagebuch1

1966 als die Welt uns noch offenstand

Idee: Gott schreibt Tagebuch

Wehes Herz und wackelnde Zähne

…ein Nebelring von Gerede um die Realität(Psychologie)

Harold Pinter, (c) Martin Rosenbaum, honorarfrei.jpg.651526Harold Pinter: siehe kitchen-sink Melodrama, Godot-Verschnitt, in dem die Figuren in fatalistischer Resignation auf einen rettenden Messias warten.

Die Geburtstagsfeier, Das Zimmer: Das Interpretationsspektrum kann wie bei einem Rorschach-Test ins Unendliche tendieren.

Protestschrei gegen saturierte Spießer

Johannes Kühn, schizophrener Dichter: Füll dir das Aug/mit Sonntagen,/füll die Gläser mit Weinsorten,/vielen,bunten,/schlepp mit Rückgrat und Beinen/dein kurzlebiges Fleisch.

 

 

 

Der eigene Motivsucher

Die Welt mit dem eigenen Motivsucher ansehen.

Down-and-out Periode: George Orwell mit Gestrauchelten und Obdachlosen in London und Paris.(Buch: Erledigt in Paris und London).

Ausweichmanöver, um Schwächen zu kaschieren.

zu einem Freund: Du gehst zum Arzt, du brauchst nur zu sagen, du bist, sagen wir einmal: eine Kapsel in einer Schachtel, du fühlst dich so, umeinandergeschmissen, mal liegst du rum wie ein Alltagsgegenstand, unbeachtet…undsoweiter. Du musst nur ein bisschen Phantasie…Redeschwall…als würde es dir jemand einflüstern…das wird dir eine Therapie einbringen…

Rühmkorf  Tagebücher:

…dass auch in der Kunst letztlich nur die Zweideutigkeiten zählen,Metapher, Sinnbild, Vergleich, Parodie, Ironie..

  Wenn die Mehrheit noch liegt, fühlt man sich morgens um 5 Uhr ganz schön lebendig

Autoren, die „schöpferische Regelverletzungen“ begangen haben: (siehe Benn, van Hoddis, Brecht, Arno Schmidt, Rühmkorf)